• Samstag 29.10.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:00 Uhr
  • Ort: Saal
  • Genre: Tango Nuevo // Jazz // Kammermusik
  • Vorverkauf: 25,30 €
    Abendkasse: 27,00 €
    ermäßigt: 22,00 €
  • Samstag 29.10.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:00 Uhr
  • Ort: Saal
  • Genre: Tango Nuevo // Jazz // Kammermusik
  • Vorverkauf: 25,30 €
    Abendkasse: 27,00 €
    ermäßigt: 22,00 €

Marie Spaemann (AT) I Christian Bakanic (AT)

Metamorphosis

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Das virtuose Duo aus Wien beherrscht seine Instrumente meisterhaft und lässt deren lange, weit verästelte Geschichte in Details aufleuchten. Wesentlich für die Musik von Marie Spaemann und Christian Bakanic ist jedoch, wie elegant und gleichzeitig entschlossen sie verschiedene Traditionen als Sprungbrett für eigene Ideen nutzen. Ihre individuelle Stilfusion trägt einerseits wunderbar feinsinnige kammermusikalische Züge. Andererseits bietet sie mit klaren Melodien, ansteckenden Rhythmen und dem Soul in Spaemanns variabler Stimme Anknüpfungspunkte für Pop-Fans. Wenn dann noch Spielarten von klassischer Moderne, Ideen des Tango Nuevo, des europäischen Folk und Jazz hinzukommen, entsteht eine beeindruckend unkonventionelle, poetische Klangsprache.

Seit rund drei Jahren spielen Marie Spaemann und Christian Bakanic zusammen, nachdem sie sich bei einem Engagement in einer anderen Band kennengelernt hatten. Ihre Konzerte riefen bereits einige Resonanz hervor, umso mehr ihre eigenen Produktionen. Schon vor einer guten Weile schrieb Eva Schulz in der österreichischen Kleine Zeitung: „Dass das Akkordeon in den letzten Jahren sein Image radikal verbessern konnte, ist nicht zuletzt Virtuosen wie Christian Bakanic zu verdanken.“ Die FAZ stellte Ende 2019 fest: „so radikal wie die Wienerin Marie Spaemann hat wohl noch niemand das Cello für Popmusik genutzt."
In ihren musikalischen Achterbahnfahrten lassen Spaemann und Bakanic sämtliche Stereotypen ihrer Instrumente hinter sich. immer wieder steigern sie sich lustvoll in flinke, ausgefuchste Unisoni;
Marie Spaemann zaubert ebenso zarte wie harsche Töne aus dem Cello, wechselt von obertonreichen Passagen über trockene Pizzicati bis zu kratzig-schabenden, fast schon rockigen Stakkati. Christian Bakanic brilliert mit mäandernden Linien und weiten Assoziationen, suggeriert subtile bis schwelgerische Stimmungen, erinnert in Milonga Lenta sogar stellenweise an Astor Piazzollas klagendes Bandoneon und kreiert in Pentango einen eigenwilligen Tango im 5/4-Takt. Bisweilen fügt das Duo auch „Beats“ hinzu, durch Schläge auf das Holz des Cellos oder auf eine Cajon. Über allem schwebt Spaemanns oft relativ dunkler, volltönender Gesang, der sich mühelos auch in höhere Register schrauben kann und der zwischen zurückhaltender Erzählhaltung, rhythmischen Phrasierungen (inklusive Spoken Word-Anklängen) und insistierenden Zuspitzungen changiert. Souverän und beseelt kreieren Marie Spaemann und Christian Bakanic auf Metamorphosis einen persönlichen Musikklang, der ein großes Publikum erreichen und berühren kann.
Kurzbiografien:
Seit Jahren bewegt sich Marie Spaemann (*1988) gleichermaßen in der ernsthaften Klassik wie in Pop und Jazz. Als Solo-Cellistin spielte sie beispielsweise mit der Norddeutschen Philharmonie das Cellokonzert op. 37 von Erich Wolfgang Korngold, jenem österreichisch-amerikanischen Komponisten, der von 1935 bis ’45 Hollywoods Filmusik fundamental beeinflusste. Mehrfach trat Spaemann im Konzerthaus Wien sowie (unter dessen Ägide) in Manhattan auf, ebenso beim Sommerfestival Dubrovnik, bei Puplinge Classique (Genf) und dem südkoreanischen Festival Classic Garden. Andererseits arbeitete sie als Sängerin mit dem österreichischen Elektroswing-Produzenten Dunkelbunt, ging 2016 mit dessen Band sowie als deren Solo-Support auf Tournee. Parallel dazu spielte sie rund zwei Jahre bis 2017 Cello bei dem Jazz-Querdenker Christoph Pepe Auer, wo sie Christian Bakanic begegnete. Zuletzt war Marie Spaemann Solistin in der Bühnenproduktion The World Of Hans Zimmer.
Christian Bakanic wurde 1980 in Welten im südlichen Burgenland geboren. Er wuchs mit Volksmusik bei Feuerwehr- und anderen Festen auf, schon sein Großvater spielte Akkordeon. Mit 14 kam er nach Graz; davor hatte Bakanic bereits begonnen zu improvisieren und aus traditionellen Walzern und Polkas eigene Stücke zu kreieren. Er studierte u.a. an der Kunstuniversität Graz und spielte in den folgenden Jahren in eigenen Formationen (Folksmilch, Beefolk, Trio Infernal u.a.) sowie an der Seite namhafter Jazzer wie Wolfgang Muthspiel, Heinrich von Kalnein, Gwylim Simcock, Jon Sass u.a. Seit zehn Jahren lebt er in Wien und erhält auch Kompositionsaufträge für diverse Theaterproduktionen.

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