• Samstag 08.10.
    12:15 Uhr

  • Ort: Saal
  • Ein gemeinsames Projekt von franz.K, FCK Eigenheim, IGM Reutlingen/Tübingen, OTFR Tübingen, ROSA Reutlingen, Seebrücke Reutlingen, FFF Reutlingen, Migrantifa Tübingen, Women defend Rojava Tübingen und Kulturschock Zelle

  • Samstag 08.10.
    12:15 Uhr

  • Ort: Saal
  • Ein gemeinsames Projekt von franz.K, FCK Eigenheim, IGM Reutlingen/Tübingen, OTFR Tübingen, ROSA Reutlingen, Seebrücke Reutlingen, FFF Reutlingen, Migrantifa Tübingen, Women defend Rojava Tübingen und Kulturschock Zelle

Sturm & Klang Festival

Ein politisches Jugend-Festival

Nachdem das "Sturm & Klang - Festival" im letzten Jahr ein Revival erlebte, startet das „Sturm & Klang“ 2022 in eine neue Runde. Getragen wird es auch dieses Mal, ganz nach dem Motto von der Jugend für die Jugend, von den jungen Mitarbeiter*innen des franz.K in Kooperation mit Fridays For Future Reutlingen, FCK Eigenheim, IG Metall Jugend Reutlingen/Tübingen, der Migrantifa Tübingen, dem Offenen Treffen gegen Faschismus und Rassismus Tübingen und die Region (OTFR), Reutlingen for organisation, solidarity and actions (ROSA), der Seebrücke Reutlingen und Women defend Rojava Tübingen.

Mit inhaltlichen Workshops, Infoständen und einer kleinen Kneipe am Abend, wollen wir uns während des eintägigen Festivals mit weltweiten Problemen, ihren Ursachen und Folgen auseinander setzen. Außerdem wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir uns auch hier vor Ort politisch einmischen und für eine gerechtere Welt engagieren können.

Es wird Workshops geben über die Geschichte der antifaschistischen Bewegung, Seenotrettung, Klassenkampf, zu Diskriminierung im Betrieb, über die Geschichte von Gastarbeiter*innen und migrantische Selbstorganisierung, zu Klimagerechtigkeit, Awareness und aufeinander acht geben und über das Patriarchat. Dazu laden wir alle herzlich ein!

1. Workshopphase ab 13 Uhr:

Bin ich meines Glückes schmied?
Ein Workshop der IGM Jugend Reutlingen und Tübingen
Ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich bzw. etwas zu "sein"? Eine ideologische Floskel oder Realität? Haben tatsächlich alle die gleichen Grundvoraussetzungen?
Wir setzen uns mit Diskriminierung in der Gesellschaft und Betrieb auseinander und bewerten unser Glück selbst. Vielleicht nehmen wir unser Glück auch selbst in die Hand.

 

"Smash Patriarchy” – Aber was heißt das eigentlich?
Ein Workshop von Women Defend Rojava
Patriarchat. Überall. In dieser Stadt, in diesem Land, auf dieser Welt. Doch das muss nicht so sein. Das Patriarchat ist alt – die Menschheit ist älter!

Als Women Defend Rojava beziehen wir uns eng auf die Kurdische Freiheitsbewegung und darin besonders die Kurdische Frauenbewegung. Die kurdische Freiheitsbewegung sieht das Patriarchat als Grundlage von Herrschaft und Unterdrückung. Der feministische Widerstand steht für sie – und auch für uns – daher im Zentrum des Kampfes für eine befreite Gesellschaft.

Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir vom Patriarchat sprechen? Warum bedeutet antipatriarchal mehr als antisexistisch? Und warum organisieren wir uns autonom-feministisch, also als Frauen, Lesben, nicht-binäre, inter, trans und a-gender Personen ohne Männer?

Diesen Fragen möchten wir in unserem Workshop nachgehen.

 

Das Klima zum Thema machen
Ein Workshop von FFF Reutlingen
Wir wollen in unserem Workshop darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist,über Klimagerechtigkeit zu reden und das auch seriös und richtig zu machen.

 

Migrantische Kämpfe - Von Gastarbeit bis Selbstorganisierung.
Ein Workshop der Migrantifa Tübingen
Wer waren diese Gastarbeiter*innen, die in den 60er-Jahren als Arbeitskräfte nach Deutschland kamen? Welche Kämpfe mussten sie damals führen, gegen die Diskriminierung ihrer Arbeitgeber*innen und weißen Kolleg*innen, gegen die weiße Dominanzgesellschaft? Wie geht es ihren Kindern und Enkelkindern in der BRD heute?

Diese und weitere Fragen diskutieren wir in unserem Workshop "Migrantische Kämpfe - Von Gastarbeit bis Selbstorganisierung".

Wir schauen dazu gemeinsam in die Vergangenheit - auf die Geschichte von Gastarbeiter*innen - und in die Gegenwart, auf aktuelle Kämpfe von Migrant*innen und ihre politische Organisierung.
Wir setzen uns mit den Themen Diskriminierung und Intersektionalität auseinander, wir wollen zum Reflektieren über die eigenen Privilegien und Rassismen anregen und darüber sprechen, was es bedeutet, heutzutage in Deutschland migrantisch zu sein.

Wenn ihr mehr über migrantische Kämpfe und die Geschichte von Gastarbeiter*innen erfahren wollt und wenn ihr wissen wollt, warum es innerhalb der radikalen Linken in Deutschland migrantische Selbstorganisierung braucht, dann seid ihr bei unserem Workshop genau richtig!

 

Zwischen der ersten und zweiten Workshopphase bietet die Zelle ein kreatives Pausenprogramm an: bringt gerne Shirts, Taschen usw. mit und bedruckt sie mit politischen Motiven. Außerdem könnt ihr Buttons selbst gestalten. 

 

2. Workshopphase ab 16 Uhr

Antifaschismus: damals und heute!
Ein Workshop vom OTFR Tübingen
2022 feiert die Antifaschistische Aktion 90 Jahre! Und Antifaschismus ist heute noch genauso wichtig wie früher. Denn, egal wann, wenn rechte und faschistische Kräfte stärker werden, müssen wir eine gemeinsame antifaschistische Praxis organisieren und uns dem geschlossen entgegenstellen. Aber wie ist die antifaschistische Bewegung eigentlich entstanden? Und wie unterscheidet sich vielleicht auch die heutige antifaschistische Praxis von der in den 20er/30er Jahren oder auch in den 90ern? Diesen Fragen wollen wir gemeinsam in unserem Workshop nachgehen. Mal schauen, welche Schlüsse wir gemeinsam ziehen können!

 

Frontex – frontaler Angriff auf die Menschenwürde?
Ein Workshop der Seebrücke Reutlingen
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Art. 1 der AEM
Die EU leiste einen besonderen Beitrag zu Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa – so lautete 2012 die Begründung für ihre Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis. Die Realität zeigte in den letzten Jahren jedoch ein ganz anderes Bild:
Bis heute sterben fast täglich Menschen auf ihrer Flucht über das Mittelmeer. Statt die Menschen vor dem Ertrinken zu retten, werden zivile Seenotretter*innen kriminalisiert und Menschen in Seenot systematisch illegal zurückgewiesen, geschlagen, gefoltert und auf dem Meer ausgesetzt.
Statt Menschen zu retten setzt die EU weiter auf Abschottung und Ausbau der Grenzschutzagentur Frontex – nicht etwa um Leben zu retten oder Menschenrechte zu wahren, sondern um „illegale“ Einwanderung zu verhindern. Dass diese Agentur jedoch schon seit Jahren in der Kritik steht, nicht nur an den rechtswidrigen Pushbacks und zahlreichen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen verstrickt zu sein, sondern auch Aufklärung aktiv zu verhindern versucht, scheint die Friedensnobelpreisträgerin EU nicht zu stören. Dieses Jahr wird Frontex 18 Jahre alt – Zeit also, Verantwortung zu zeigen…
In unserem Workshop wollen wir uns gemeinsam die Aktionen und Verstrickungen der Agentur Frontex aus den letzten Jahren genauer unter die Lupe nehmen und die Lage der Menschenrechte auf dem Mittelmeer diskutieren. Dafür bekommen wir auch Besuch von zwei Seenotrettern aus der zivilen Seenotrettung, die uns von ihren persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen berichten werden.

 

Awareness - aufeinander achten als politische Praxis
Ein Workshop von ROSA Reutlingen und FCK Eigenheim
In linken Kontexten gibt's meist ein politisches Selbstverständnis, dass sich gegen Sexismus, Rassismus, ... ausspricht. Mit „Awareness“ finden wir eine politische Praxis, dieses Selbstverständnis auch umzusetzen. Im Workshop wollen wir zuerst herausfinden, wie sich diskriminierende Strukturen und übergriffige Verhaltensweisen in den eigenen Kreisen reproduzieren. Oft bleiben betroffene Personen mit ihren Erfahrungen allein, es wird nicht als strukturelles Problem anerkannt. Mit Fokus auf antisexistische Awareness überlegen wir: Wie können wir (z.B. auf Parties, Festivals, ...) selbst mit übergriffigen Situationen umgehen? Wie können wir Betroffene hilfreich unterstützen? Dabei diskutieren wir auch Definitionsmacht als Schlüsselkonzept. Schließlich überlegen wir, was wir in politischen Strukturen kollektiv tun können, um Bedingungen herzustellen, die übergriffigem und sexistischem Verhalten präventiv entgegen wirken.

Referent*in Nuan (keine Pronomen) ist Teil der Gruppe Gegen_Gewalt, die zu emanzipatorischen Umgängen mit sexualisierter Gewalt, Transformative Justice, Polizeikritik usw. Workshops und Prozessbegleitungen macht. 2021 hat Gegen_Gewalt die Broschüre „Wi(e)derstand nach dem Fall - Impulse für einen kollektiven Umgang mit sexualisierter Gewalt“ herausgegeben.

Dieser Workshop wird von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg gefördert.

Sponsoren / Förderer

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