• Freitag 19.05.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:00 Uhr
  • Ort: echaz.Hafen
  • Genre: Interkulturelles Open Air Festival
  • Freitag 19.05.
    20:00 Uhr

  • Kassenöffnung: 19:00 Uhr
  • Ort: echaz.Hafen
  • Genre: Interkulturelles Open Air Festival

inter:Komm! Open-Air-Festival

Das achte interkulturelle Open Air in Reutlingen

Auch zum 8. inter:Komm! Festival haben wir wieder Künstler*innen eingeladen, die Weltmusik spielen im besten Sinne. Weltmusik nicht als reine Folklore, sondern als etwas musikalisch Eigensinniges abseits des Mainstreams, eine Mischung der Stile, die Vertrautes und Ungewohntes gleichermaßen beinhaltet.


Bands (in der Reihenfolge ihres Auftretens):
Jamila & The Other Heroes
Kolektif Istanbul

Youtube zhj3OvuBIuM

Youtube tK5YAMtOzzc

Youtube NCi3j69092o

Youtube Z7OXamwN96w

Kolektif Istanbul beschreibt ihre Musik so: Progressive Hochzeitsmusik, Balkan, Türkisch, Jazz, Funk – aufbauend auf traditioneller anatolischer und thrakischer Musik.
Begonnen hat alles mit Richard Laniepce und seiner Reise in die Türkei 2005. Geplant hatte er, der Virtuose an Holzblasinstrumenten, einen 3monatigen Aufenthalt, geblieben ist er bis heute, gründete Kolektif Istanbul und bereits 2006 erschien das Debutalbum „Balkanatolia“. Damals bestand die Band aus 20 Hochzeitsmusikern und Impro-Künstlern, heute sind es in der Regel 6 Musiker, die Stammbesetzung der Band - Gäste sind trotzdem immer und jederzeit willkommen.
Kolektif Istanbul leben in Istanbul und sind immer wieder aktiv wenn es um das Einfordern politischer Veränderungen geht, unter anderem damals im Gezipark, als Band aber auch als Unterstützer.
Typisch für Kolektif Istanbul sind ihre sehr speziellen und manchmal äußerst überraschenden Arrangements, im Song „M Köcek“ z.B. wird ein Stück von Edvard Grieg zur Balkanversion mit orientalischen Trommeln, Streichern und der Farfisa-Orgel, die Tamer, der Keyboarder vor dem Sperrmüll gerettet hat. Auch auf „Kismet“ featured die Band fast vergessene Instrumente ohne dabei in den Weltmusik-Kitsch abzudriften. Diesmal das Tarogato, dem Sopransax sehr ähnlich, ein altes ungarisch-rumänisches Instrument, die Flöte Kaval, die türkische Oboe Zurna, das Banjo-ähnliche Cümbüs, die Istanbuler Lavta usw. Übrigens, was auf der Platte immer mal wieder wie ein cool-funkiger Bass klingt, ist ein Sousaphone.

 

Jamila & The Other Heroes ist eine wilde Band "from manywhere", die dich mit ihrem Psychedelic Desert Funk zum Fliegen bringt. Sängerin Jamila Al-Yousef, die die Band nach ihrer palstinensischen Großmutter benannt hat, ist am Tag des Mauerfalls in Berlin geboren und hat die revolutionäre Energie quasi mit der Muttermilch aufgesogen. So komponiert sie mit ihren Helden Songs, die ein transkulturelles Publikum ansprechen, das sich mit den Diaspora-Erzählungen der Band und ihrem musikalischen Kampf gegen Rassismus identifizieren kann. "Als Menschen mit postmigranischen Famliengeschichten in Syrien, Palästina, Italien und Kolumbien erschaffen wir Heimat und zugleich Wanderlust in unserer Musik."
Jamilas emanzipatorische Botschaft auf Arabisch und Englisch wird von kraftvollen Live-Musikern unterstützt. Lasst euch mitreißen von einem unvergleichlichen Sound aus psychedelischen Gitarrenriffs (Leon Sanchez), die auf einem erdigen Fundament aus warmen Bassläufen (Felix ‚Fema’ Barth) und arabischen Perkussionsklängen (Salam Alhassan) sowie groovigen Afrobeat, Hip Hop und Rock beeinflussten Drumbeats (Pier Ciaccio) vibrieren.
Die Tanzfläche, die JAMILA & THE OTHER HEROES schaffen, ist ein Nährboden, auf dem sich Menschen treffen und Togetherness praktizieren - die Antwort der Musiker auf die Ausgrenzungsmechanismen unserer Zeit. Die Botschaft der Band ist einfach: "Jeder von uns kann ein:e Held:in sein! Lasst uns unsere Superkräfte entdecken und die Welt zu einem besseren Ort machen."